Beitrag am 05.09.2006

Neuer Deich ist fast fertig

Weshalb die Weisener und ihre Gäste in jedem Jahr feiern

Weisen (Von Barbara Haak) • Die Bälower haben ihr Wiesenfest, die Rühstädter ihr Storchenfest. Und die Weisener? „Wir haben jetzt unser Deichfest.“ Bürgermeister Berndt Wiechert sagt es mit Stolz. Denn was jetzt in gemütlicher Runde bei Musik, Unterhaltung und einem Imbiss begangen wird, geht auf schwere Tage für das Dorf vor den Toren Wittenberges zurück. Als 2002 das Wasser stieg, ergriffen fast alle Weisener und viele Helfer die Initiative. Sie bauten für ihr Dorf einen Deich, der so gut war, dass er behördlicherseits nur noch nachgearbeitet und ergänzt werden musste. Die Einweihung dieser Deichverlängerung erfolgte, wie kann es anders sein, ebenfalls bei einem Deichfest. „Im nächsten Jahr feiern wir etwas größer das fünfte“, erklärt der Bürgermeister. Erste Pläne dafür sind schon geschmiedet. Aber zurück ins Jahr 2006. Der Schutz vor dem Wasser, das kommt, wenn die Elbe steigt, hat die Weisener auch in diesem Jahr wieder anpacken lassen. Im Frühling war es, als Elbe und damit auch Stepenitz ihr Bett verließen. „Da haben wir wieder Kies gefahren.“ Aber nun, sagt Wiechert und Erleichterung schwingt in seiner Stimme mit, gehen die Deichbauarbeiten des Landesumweltamtes bei Waldhaus dem Ende entgegen, dann sei Weisen rundherum geschützt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Gastwirtsfamilie Sühring nutzte das Deichfest, um ihren neuen Buschbackofen einzuweihen. Hefekuchen und Brot waren köstlich. Als Könner am Ofen hantierte der ehemalige Weisener und heute in Brandburg als Bäcker tätige Renè Henning.

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Beitrag am 04.07.2005

Geschichte des Weisener Sports wurde noch einmal lebendig

Festlicher Umzug mit 17 Bildern war einer der Höhepunkte der 100-Jahr-Feier

Weisen • Es war ein Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Eiche 05 – der Festumzug, der sich am Sonnabend kurz nach 13 Uhr in Bewegung setzte. In 17 Bildern wurde die Geschichte des Sportvereins noch einmal lebendig. Da waren die Radfahrer in ihren historischen Kostümen, war doch der Radfahrverein 1905 der erste. 1915 kamen die Turner dazu, ebenso so zahlreich im Festumzug vertreten, ab 1920 war dann auch der Fußball eine feste Bank in Weisen. Die Kita-Kinder wiederum repräsentierten mit ihrem Wagen die Weisener Sportlerzukunft. Schön anzusehen auch die geschmückten Kutschen und die reitenden Kinder in Indianer-Kostümen von Andrea Beetz’ Reiterhof. Auch die Sponsoren des Sportvereins ließen es sich nicht nehmen, beim Festumzug dabei zu sein. Weisens Bürgermeister, Berndt Wiechert, an diesem Tag ganz in schwarz und mit Zylinder, war stolz auf seine Weisener. "Aber wir haben ja auch schon Übung seit dem Dorf- und dem Kirchenjubiläum, erklärte er. Petra Ferch